Gefährliche Schadsoftware Emotet

Derzeit sorgt der Trojaner "Emotet" in Deutschland für Furore und legt ganze Unternehmen sämtlicher Größen lahm. Bei vielen Firmen und Privatpersonen besteht deshalb akuter Handlungsbedarf.

Gefälschte E-Mails im Namen von Kollegen, Geschäftspartnern oder Bekannten - Schadsoftware, die ganze Unternehmensnetzwerke lahm legt: Emotet gilt als eine der gefährlichsten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit und verursacht auch durch das Nachladen weiterer Schadprogramme aktuell hohe Schäden auch in Deutschland. Der Verursacher ist Emotet – ein Trojaner, der mit äußerst gut gemachten Phishing-Mails ins Haus kommt und dabei kaum von echten Mails zu unterscheiden ist.

In Einzelfällen ist es bei den Betroffenen durch Ausfälle der kompletten IT-Infrastruktur zu Einschränkungen kritischer Geschäftsprozesse gekommen, die Schäden in Millionenhöhe nach sich ziehen. Daneben sind dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) weitere Fälle mit weniger schwerem Verlauf gemeldet worden, bei denen Malware-Analysten des BSIEmotet-Infektionen nachweisen konnten. Emotet wird derzeit weiterhin über groß angelegte Spam-Kampagnen verteilt und stellt daher eine akute Bedrohung für Unternehmen, Behörden und Privatanwender dar.

 

Wie macht sich Emotet bemerkbar?

Emotet arbeitet mit Office-Dokumenten; häufig sind es angebliche Rechnungen im .doc-Format von Microsoft Word. Eine gute Regel ist es, beim Empfang solcher Dateien beim angeblichen Absender kurz nachzufragen, ob das seine Richtigkeit hat. Beim Spear Phishing schicken die Angreifer sehr gut auf eine Zielperson zugeschnittene E-Mails, mit der Absicht, diese dazu zu verleiten, den Mail-Anhang zu öffnen. So dringen sie selbst in die gesicherten Netze von Regierungen und Rüstungskonzernen ein.

 

Wie schütze ich mich?

Eines der wichtigsten Grundlagen ist ein aktuelles Betriebssystem! Daher ist es unbedingt notwendig, dass Ihre Clients- und Server auf einem aktuellen Stand sind. Ebenso prüfen Sie die Aktualität Ihres Virenschutz und dessen Signaturupdates.

Auch wenn es keine hundertprozentige Sicherheit geben kann, so existieren dennoch verschiedene Schutzmaßnahmen, die sowohl auf organisatorischer als auch auf technischer Ebene umgesetzt werden können und das Risiko einer Infektion signifikant reduzieren. Hierzu zählen insbesondere Schutzmaßnahmen zur sicheren E-Mail-Nutzung.

Die eigentliche Infektion erfolgt normalerweise noch nicht beim Öffnen des Office-Dokuments. Sie erfordert das Ausführen von Makros. Dabei handelt es sich um Befehlsketten, um etwa Layoutaufgaben zu automatisieren oder Berechnungen in Tabellen durchzuführen. Die Emotet-Autoren nutzen die Befehle jedoch dafür, Schadsoftware aus dem Internet nachzuladen und zu installieren. Daher seien Sie vorsichtig bei dem Öffnen und Ausführen von unbekannten Office-Dokumenten.

Weitere empfohlene Schutzmöglichkeiten >

 

Kein Backup - kein Mitleid

Im Gefolge einer Emotet-Infektion kommt oft weitere Schad-Software auf den Rechner – nicht selten ist das dann ein Erpressungstrojaner, der wichtige Daten verschlüsselt. Am besten ist man aufgestellt, wenn man seine Daten regelmäßig als Backup sichert. In Firmen sollte man das mehrmals täglich machen. Sollten Sie noch kein Backup haben, fangen Sie jetzt damit an! 

 

Sollten Sie weitere Fragen haben oder Informationen rund um dieses wichtige Thema benötigen, so wenden Sie sich direkt an unseren Support unter +49 (0) 6682 969100-0 oder per Mail an support@edu-technik.com.

 

 

Quellen:

https://www.heise.de/security/meldung/Achtung-Dynamit-Phishing-Gefaehrliche-Trojaner-Welle-legt-ganze-Firmen-lahm-4241424.html

https://www.heise.de/security/artikel/Dynamit-Phishing-mit-Emotet-So-schuetzen-Sie-sich-vor-der-Trojaner-Welle-4243695.html

https://www.bsi.bund.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Presse2018/BSI_warnt_vor_Emotet.html

 

Bildnachweis:

Datei: #169435581 | Urheber: arrow - Fotolia

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